DVWG Forum Notfallmanagement "Worst Cases in Logistics & Mobility"

Ort: HOLM Forum
        Flughafen Frankfurt

Termin: 07.-08. Juli 2011

Die Berufswelt des Verkehrs und seiner einzelnen Bereiche hat sich in den letzten Jahren dahingehend geändert, dass der Anteil der beruflichen Quereinsteiger stetig zugenommen hat. Dies ist für eine verkehrsträgerübergreifende und interdisziplinäre Herangehensweise für verkehrliche Fragestellungen von Vorteil. Dem gegenüber stehen jedoch Wissenslücken der Quereinsteiger, da diese im Rahmen ihrer Ausbildung, ihres Studium bzw. ihres bisherigen beruflichen Werdeganges bestimmte Inhalte nicht vermittelt bekamen. Gleichzeitig nehmen die beruflichen Anforderungen gegenüber Verkehrsingenieuren stetig zu und beschränken sich längst nicht mehr auf rein verkehrliche Probleme.

Dem Notfallmanagement und Schutz kritischer Infrastrukturen wird eine hohe Bedeutung beigemessen, da diese bei Beeinträchtigung oder Ausfall durch mögliche kaskadierende Effekte großes Schadenspotential in sich bergen. Die nationalen Verkehrsinfrastrukturen wie

  • die Flughäfen mit dem hohen Anteil internationaler Luftverkehrsverbindungen,
  • das deutsche Eisenbahnnetz mit einem hohen Anteil internationaler Zugverbindungen,
  • das deutsche Autobahnnetz mit dem sehr hohen Transitverkehrsanteil

stellen gute Beispiele für kritische Infrastrukturen dar. Die Vergangenheit hat in unterschiedlicher Art und Weise gezeigt, dass Infrastrukturen Schaden und Beeinträchtigungen erleiden können und kritische Prozesse weitreichende soziale, ökologische und ökonomische Folgen haben. Ursachen für erhebliche Schäden und Beeinträchtigungen in verkehrlichen Infrastrukturen können sein:

  • Naturereignisse
  • technisches und/oder menschliches Versagen
  • Vorsätzliche Handlungen mit terroristischem oder sonstigen kriminellen Hintergrund
  • oder Kriege.

Basierend auf einem umfassenden und möglichst detaillierten Überblick über die Notfallkette wurden Gesprächsrunden angeboten, in denen die Teilnehmer offene Fragestellungen und Schwerpunkte des verkehrsträgerübergreifenden bzw. verkehrsträgerspezifischen Notfallmanagements erarbeiteten.

Die Teilnehmer sollten in ihrem Tätigkeitsbereich mit Elementen der Notfallkette konfrontiert sein und ein Interesse der Weiterentwicklung auf diesem Gebiet mitbringen. Inhaltliche Schwerpunkte können sein:

  • Konsequenzen aus dem 11. September 2001 und die veränderten Rahmenbedingungen für das Notfallmanagement bis heute
  • Risikoabwägung für die Systeme Straße und Schiene bei Gefahrguttransporten
  • Optimierung von Wegeketten (kritische Transporte, Einsatzfahrzeuge u.ä.)
  • Golden hour – Möglichkeiten und Chancen
  • Institutionelle Lösungsansätze für ein effizientes Notfallmanagement
  • Konsequenzen für internationale Logistikdienstleister bei Pandemiefällen

Folgende Dokumente stehen Ihnen zum Download bereit:

Mehr Informationen finden Sie auch auf den Internet-Seiten der Deutschen Verkehswissenschaftlichen Gesellschaft.