Wir glauben an die Durchmischung von Denkweisen und Perspektiven

Das Schaffen leistungsfähiger, sicherer und intelligenter Infrastrukturen, die Gestaltung eines effektiven und vernetzten Mobilitätsmanagements sowie die Entwicklung integrierter, kundenorientierter und nachhaltiger Logistikleistungen stellen Herausforderungen dar, die nur durch die Zusammenführung vieler Akteure und ihrer unterschiedlichen Perspektiven zu bewältigen sind. Aber sind unsere Wissenschaftler und Hochschulabsolventen heute für diese Aufgaben gerüstet?
Die Stadtentwickler und Supply Chain-Manager der Zukunft müssen über den Tellerrand des eigenen Fachbereichs hinausblicken. Denn an den Schnittstellen von Wirtschafts-, Gesellschafts-, Politik- und Ingenieurwissenschaften, zwischen Betriebswirtschaft, Mathematik, Informatik, Psychologie und Geografie ergeben sich die Themen und Aufgabenstellungen der Zukunft. Nicht nur in der praxisrelevanten Forschung, sondern auch gerade bei der Entwicklung neuer Berufsbilder, die sich an konkreten Anforderungen des Marktes orientieren. Die Praxis braucht Mobilitäts-, Infrastruktur-, Nachhaltigkeits- und Supply Chain-Manager – und thematische, nicht institutionelle Zusammenarbeit.


Mit der explosionsartigen Zunahme der Vernetzungsdichte in der Welt haben Komplexität und Veränderungsdynamik in Wirtschaft und Gesellschaft in einem Umfang zugenommen, der es immer unwahrscheinlicher macht, dass die Intelligenz Einzelner ausreicht, um angemessene Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit zu geben. Der Erfolg hängt zunehmend von der Fähigkeit ab, alle vorhandenen Kompetenzen zur Lösungsfindung in einen gleichberechtigten Diskurs einzubinden. Die Abschöpfung des Mehrwertes kollektiver Intelligenz ist dabei keineswegs primär eine Frage der Einführung und Beherrschung von Informationstechnologie. Die einzig sinnvolle Antwort auf die komplexe Dynamik vernetzter Märkte ist eine Erhöhung der Interaktionsdichte in der Organisation. Netzwerkbildung ist das Problem und Netzwerkbildung ist die Lösung.

Prof. Dr. Peter Kruse, Honorarprofessor für Allgemeine und Organisationspsychologie an der Universität Bremen, Geschäftsführender Gesellschafter der nextpractice GmbH


Themenkreis des HOLM

Das HOLM steht für Interdisziplinarität. Die tragenden Säulen werden durch Branchencenter gebildet, die für die Themen der prägenden Wirtschaftszweige stehen. Forschung und Ausbildung werden dadurch noch enger an die realen Fragestellungen der Wirtschaft geknüpft. Aber erst die Interaktion der Branchen ermöglicht die Lösung wichtiger Zukunftsfragen, die sich rund um die Themenfelder Integration, Sicherheit und Nachhaltigkeit stellen. Bereits heute arbeiten Partner des HOLM an modellhaften Untersuchungen zur Schaffung einer Infrastruktur für Elektrofahrzeuge.
Elektromobilität ist nur ein Beispiel für die Notwendigkeit neuer Strukturen und Konzepte für das Erscheinungsbild und die Dynamik der Stadt von morgen. Die City of the Future, smartere Supply Chains und grünere Logistik werden deshalb als Visionen im HOLM entwickelt.

Grundstruktur des HOLM

 

Dieter Posch
Hessischer Minister für
Wirtschaft, Verkehr und
Landesentwicklung

 

 

Wer neue Wege entdecken will, muss alte verlassen. Unter dem Dach des House of Logistics and Mobility werden Austausch, Zusammenarbeit und Vernetzung neu definiert. Auf rund 20.000 Quadratmetern entsteht Raum für interdisziplinäre und anwendungs-
orientierte Forschung und Projektarbeit rund um Logistik, Mobilität und angrenzende Disziplinen. Ein frei zugängliches und weltweit einzigartiges Innovations-, Bildungs- und Wissenstransferzentrum.